IT-Lösungen für Mittelstand und Verwaltung Messe mit Anwender-Vorträgen und Best Practice

Vorträge für Fachanwender

Die Prozessdigitalisierung ist ein wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation und die Grundlage zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. In diesem Slot zeigen die Referenten verschiedene Vorgehens- und Herangehensweisen zur digitalen Transformation. Unter anderem werden hier auch die einhergehenden Vorteile und Schwierigkeiten beschrieben, welche der Digitalisierungsprozess mit sich bringt.

Loge 6 - UG | Moderation durch Tim Beck, Batix Software GmbH


Die Petrick GmbH in Bad Blankenburg/Thüringen ist ein sogenannter Hidden Champion. Die Röntgenröhren und -strahler dieses Familienunternehmens sind hochspeziell und weltweit im Einsatz u.a. auf europäischen Flughäfen zur Sprengstoffdetektion. Auf der Basis eines eigenen Smart-Factory Ansatzes wurde das eigene Produktcontrolling digitalisiert. Die Produktion ist stark individualisiert, um wechselnden und immer spezieller werdenden Wünschen gerecht zu werden.
Dazu setzt das Unternehmen seit Anfang 2018 auf digitale Zukunftstechnologie wie z.B. «digitaler Zwilling». Anwendungsgebiet: Im Kundendialog müssen vielfach Lösungen abseits des herkömmlichen Denkens umgesetzt werden. Innerhalb von nur 12 Monaten wurde ein maßgeschneidertes Digital Quality Review System (DiQS) entwickelt und erfolgreich eingeführt. Alle relevanten Informationen in der Produktion werden direkt erfasst und ausgegeben. Kurz nach Einführung kann die Lösung als Erfolg gerechnet werden. Die Vorteile sind u.a.: virtuelles Abbild eines Produktes, Prozesses oder Dienstes, ständiger Informationsaustausch in Echtzeit, Sensordatenerfassung usw. Die Digitalisierung der Produktion führte zu einer Reduzierung der Komplexität und damit zu einer signifikanten Kostenersparnis. Durch die direkte Rückkopplung des Reklamationsprozesses zur betrieblichen Innovation wird diese nachhaltig und wertschöpfend gestaltet. Die Vorteile bezüglich der Produktion sind u.a. digitale Dokumentation aller Produktionsschritte, Digitalisierung und Archivierung des kompletten Lebenszyklus eines Produktes, Fehlerdetektion und Produktionsüberwachung und Intervention sowie valide Fehler und Ausfallstatistiken.

Was wird dem Zuhörer geboten?
Der Vortrag will ermuntern, den ersten Schritt zu tun. Es wird anschaulich und live am Produktivsystem gezeigt, wie Adaption neuer Technologien im Rahmen digitaler Projekte in einem KMU gelingt. Kein Marketing-BlaBla, keine herkömmliche Produktpräsentation! Es gibt ausschließlich Praxiserlebnisse aus Anwendersicht. Im Mittelpunkt stehen motivierende Praxiserfahrungen, die plastisch, nachvollziehbar das Potenzial einer technologie- und generationenübergreifenden Optimierung illustrieren. Die Folgeeffekte sind nach nur einem Jahr durchweg positiv und die digitale Zukunft des Unternehmens greifbar.

Der Trend zur Individualisierung von Produkten bis zur kundenindividuellen Massenfertigung ist prädestiniert für die Additive Fertigung. Der typische, werkzeuglose Schichtaufbau führt zu einer enormen Erhöhung der Konstruktions- bzw. Designfreiheit und kann außerdem zu einer erheblichen Funktionserweiterung des Bauteils genutzt werden. Die Erfüllung von definierten Qualitätsanforderungen ist hier entscheidend für die Akzeptanz und Verbreitung der additiven Fertigungstechnologien. Weiterhin gilt es stabile und standardisierte Prozesse, angefangen von der Entwicklungsmethodik bis zur Bauteilnachbearbeitung, für die Additive Fertigung zu entwerfen und umzusetzen. 

Um diese Aufgaben zu bewältigen, wird vermehrt der Einsatz von automatisierten, intelligenten Lösungsfindungen geprüft und realisiert, welche der künstlichen Intelligenz zugeordnet werden. Eine Möglichkeit hier ist der Einsatz von KI in der Qualitätssicherung um reproduzierbare Bauteilqualität zu erreichen, frühzeitig Prozessabweichungen zu erkennen bzw. Prüfaufwände zu minimieren und damit zur Kostenreduzierung beizutragen. Im optimalen Fall können die durch Unterstützung von KI ausgewerteten Daten zur Prozessregelung genutzt werden und eine maximal nutzenoptimierte Fertigung ohne Eingriff des Menschen erreicht werden. Konkrete bildbasierte Lösungen zur Prozesskontrolle sind am Fraunhofer IOF in Kooperation mit der Technischen Universität Ilmenau erarbeitet und sind adaptiv für verschiedene additive Fertigungstechnologien nutzbar.

Was macht die Instandhaltung intelligent?
Instandhaltung ist ein Feld das sich durch Digitalisierung, IoT und Industrie 4.0 erheblich wandelt. Dies betrifft sowohl die Messtechnik als auch die Strategie von deren Einbindung und Anwendung, um einen reibungslosen Produktionsablauf bis hin zu Losgröße 1 zu gewährleisten aber auch die Verbesserung der Effizienz und Effektivität der Prozesse. Die Anzahl der Sensoren und der Umfang der Messdaten nehmen dabei stetig zu. Prominente Beispiele sind die Überwachung von Wälzlagern, Getrieben, Schmierungszuständen und energetischen Prozessen, z.B. der Druckluftversorgung.
In dem Vortrag werden praktische Beispiele für intelligente Messsysteme, damit verbundenen Herausforderungen und Lösungen vorgestellt. Am Beispiel eines mobilen digitalen Geräts zur einfachen und schnellen Leckagesuche an Druckluft-, Schutzgas- und Vakuumanlagen wird der Vorteil von innovativer Sensorik, neuer digitaler Signalverarbeitungsverfahren und intuitiv bedienbarer Software für neue Applikationen in der Instandhaltung erläutert. Weiterhin wird in den Vortrag ein Ausblick über neue Möglichkeiten des Einsatzes von Machine-Learning Verfahren zur Nutzung in der vorausschauenden Instandhaltung gegeben.

Das Publikum gewinnt Einblicke, wie sich die SLV Lightning Group, Teil des Private Equity Investors Ardian, erfolgreich der Digitalisierung im Mittelstand annimmt und sich gleichzeitig als Innovationstreiber im Markt positioniert.

Der in 2020 in Kraft tretende Beschluss des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zu modernen, IT-gestützten Prozessen und Technologien bei Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken, stellt den Mittelständler für Weltmarkenqualität im Licht und Lampensegment vor eine große Herausforderung.

Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und Produkte bei Großprojekten in der Baubranche vertreiben zu können, nimmt sich der B2B Anbieter dem obligatorischen Einsatz des sogenannten Building Information Modeling mit Hilfe von Natural Language Technologie an. 

Ermöglicht wird dies durch Retresco, eines der führenden Unternehmen für KI-basierte Sprachtechnologie, die Softwarelösungen im Bereich Natural Langage Generation (NLG), einem Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz entwickelt haben. Dabei dienen die Daten des Onlinehändlers als Fundament der NLG-Anwendung, die Texte in natürlicher Sprache generiert.

Außerdem verhilft Automatische Textgenerierung (NLG) dem Industrie-Leuchtenhersteller, neben der automatischen Erstellung von Ausschreibungstexten für BIM, auch interne Prozesse zu optimieren. 

Der B2B-Onlineshop ist seit der Implementierung der Software in der Lage Produktbeschreibungen in gewünschter Tonalität und Ansprache über die jeweiligen Vertriebskanäle auszuspielen und Texte in Echtzeit, ohne größeren manuellen Aufwand, bei Bedarf anzupassen. 


Speaker-Profil:

Florian Spengler verantwortet das Client Success Management bei Retresco. Seit mehr als drei Jahren berät und unterstützt er namhafte Unternehmenskunden aus unterschiedlichen Bereichen – beispielsweise aus dem E-Commerce, der Verlagsbranche oder der Telekommunikation – bei der optimalen Umsetzung von NLG-Projekten und der Implementierung von KI-basierten Sprachtechnologien.

Die internationale Norm ISO 27001 spezifiziert die Anforderungen für Einrichtung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS).
Welche Herausforderungen dabei auftreten können, werden in diesem Erfahrungsbericht aufgezeigt.
Es wird auf folgende ISMS-relevanten Prozesse eingegangen:
-Verbesserungswesen
– Änderungsmanagement
- Sicherheitsvorfälle
- Informationssicherheit im Projektmanagement
- Asset- und Vertragsmanagement
– Risikomanagement
– Notfallmanagement
- Lieferantenbeziehungen

In der komplexen Arbeitswelt von heute sind Vernetzung und Wissensmanagement elementare Schlüsselworte. Alle Kern- und Teilprozesse sowie Funktionen müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um effiziente Workflows zu gewährleisten.

Wie kann ein solcher Workflow aussehen?
Dies stellt Martin Lippmann, Projektberater bei der DELTA BARTH Systemhaus GmbH, in seinem Fachvortrag anhand der ERP-Software DELECO® vor. Trifft beispielsweise ein Auftrag via E-Mail im Unternehmen ein, wird direkt aus dem digitalen Posteingang eine Aktivität im ERP-System angelegt, die weiteren Arbeitsschritte werden ausgelöst: das Projektmanagement, die Generierung der Stücklisten und Fertigungsaufträge, die Bestellung des Materials, die Personalplanung, das Drucken der Versandpapiere sowie der Rechnungen. Wird eine Business Software als „Informationszentrale“ im Betrieb eingesetzt, stehen alle Kontaktdaten von Geschäftspartnern, alle Bestellungen, alle Informationen zu Artikeln und Lagerbestand, alle Arbeits- und Schichtpläne sowie Preise und andere Abrechnungsdaten etc. per Mausklick zur Verfügung. Jeder Mitarbeiter hat Zugriff auf diejenigen Daten und Informationen, die er oder sie für die tägliche Arbeit benötigt, alle Vorgänge sind vernetzt und greifen nahtlos ineinander. Effizienz ist somit Programm – überzeugen Sie sich selbst.

bytabo GmbH aus Bamberg:
Wir helfen mittelständischen Unternehmen dabei, interne Prozesse zu optimieren. Dabei sind wir nicht auf einen speziellen Unternehmensbereich fokussiert, sondern entwickeln Lösungen für verschiedene Abteilungen in verschiedenen Branchen. So haben wir zum Beispiel für Bosch eine Anwendung gebaut, die sich "myBoard" nennt.

Mithilfe von myBoard kann man für jeden Mitarbeiter individuell eine Tablet-Oberfläche zusammenstellen (wie z.B. ein iPad Homescreen) mit Shortcuts zu den von ihr/ihm am häufigsten genutzten Anwendungen, Dateien, Dokumenten oder Webseiten. So muss er nicht suchen oder sich durch Ordner klicken und kommt viel schneller zu seinem Ziel. Als Ergebnis spart Bosch durchschnittlich 10 Minuten pro Tag für jeden Mitarbeiter, der das Tool nutzt. myBoard ist mittlerweile weltweit im Einsatz.
Der Vortrag zur ITLS wird über den Prozess der Entwicklung solcher Anwendungen berichten. Von der Ideengenerierung, über das Prototyping und User-Testing bis hin zur Entwicklung der Produktivanwendung. Praktisch untermalt wird die Präsentatio am Dabei wird darauf eingegangen, welche Rolle das Mindset dabei spielt und wie man den Prozess der Produktentwicklung so ausrichtet, dass er 1. sehr schnell ist und 2. am Ende auch das Produkt entsteht, was den Mitarbeitern wirklich hilft. (Stichwort Nutzerzentrierung und Agiles Porjektmanagement).
Der Mehrwert für die Zuhörer: Konkret anwendbare Tipps für die Ideenentwicklung, Inspiration durch die Perspektive eines jungen Technologie-Unternehmens und konkrete, umsetzbare Tipps im Bereich Agilität, Nutzerzentrierung und Prototyping fürs eigene Unternehmen.

Programmänderungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch möglich. 
Bitte haben Sie Verständnis.


Sprechen Sie uns an.

Ansprechpartnerin
Anke Fischer

Telefon: +49 (0) 361 / 227 5761
Telefax:  +49 (0) 361 / 227 5762
anke.fischer@mediengruppe-thueringen.de

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