Rückblick IT-Sec Day 15. April 2021');
16.04.2021

Rückblick IT-Sec Day 15. April 2021

Der 15. April 2021 stand ganz im Zeichen der IT-Sicherheit. Rund 70 Teilnehmer*innen aus Thüringen lauschten gespannt den Vortragsblöcken verschiedener Speaker und beteiligten sich rege mit Fragen an der abschließenden Diskussionsrunde. Für uns eine gelungene erste große virtuelle Veranstaltung, die auf jeden Fall Wiederholungsbedarf hat, um weitere Fragen und Themen zu klären. Der IT-Sec Day war eine gemeinsame Veranstaltung des ITnet Thüringen, des Landeskriminalamtes Thüringen und der IHK Erfurt.

Gestartet ist der IT-Sec Day 10 Uhr mit einer Begrüßung des Thüringer Innenministers und gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung - Herr Georg Maier. Er machte deutlich, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie in unserem Land einen großen Sprung in Richtung Digitalisierung gemacht haben. Umso wichtiger sei die Auseinandersetzung mit dem Thema IT-Sicherheit. Denn Cyberattacken machen vor keiner Branche Halt. Er verweist darauf, dass hier noch enormes Potenzial nach oben besteht. 

Als zweiten Gast durften wir Herrn Jens Kehr, Präsident des Landeskriminalamts Thüringens, begrüßen, der uns mit seiner Keynote einen Überblick zum Thema IT-Sicherheit verschaffte. Mit einem Rückblick in die Informationsverarbeitung und -aufbereitung machte er die Wichtigkeit des Themas deutlich. Angefangen beim Buchdruck über die Entstehung des Internets, den Weg der E-Mails, bis hin zu papierlosen Prozessen blicken wir auf eine rasante Entwicklung zurück. Er zeigte uns mit Zahlen und Fakten aus dem Bereich Cybercrime, dass hier definitiv Handlungsbedarf besteht und machte deutlich, dass die Zahl der Angriffe steigt und der digitale Wandel mit hohen IT-Standards begleitet werden muss. Dabei sei Prävention und Vernetzung der entsprechende Beitrag. 

Unser erster Vortragsblock bestand aus drei Vorträgen zum Thema „rechtliche Anforderungen“. Gestartet hat der leitende Kriminaldirektor und Abteilungsleiter vom LKA Thüringen – Peter Hehne. Er zeigte uns, wie sich Cybercrime überhaupt definiert, welche Zahlen und Fakten dahinterstehen und wie die Angriffsmethoden aktuell in Deutschland aussehen. Anschließend klärte uns Dr. jur. Nadin Staupendahl, Fachanwältin für IT-Recht der rechTEC Rechtsanwälte über die Rechtsgrundlagen vom Datenschutz und der DSGVO auf. Sie präsentierte, welche Pflichten Unternehmen bezüglich des Datenschutzes und internen Prozessen zu bewältigen haben. Außerdem stellte sie verschiedene Datenschutzabkommen vor, die vor allem Relevanz für Unternehmen haben, die mit den USA handeln oder deren Clouddienste in Anspruch nehmen. Zum Abschluss des ersten Vortragblocks machte Ralf Auer, Geschäftsführer der CODA GmbH mit seinem Vortrag zu Awareness bewusst, dass der Mensch beim Thema IT-Sicherheit eine sehr große Rolle spielt. Die Mitarbeiter der Unternehmen müssen zunehmend auf das Thema sensibilisiert werden in Form von Schulungen und Weiterbildungen. Seiner Meinung nach liegt hier allerdings die Verantwortung auf Management-Ebene, wo das Bewusstsein für das Thema beginnen sollte. 

Nach der Mittagspause startete der zweite Vortragsblock, in dem Unternehmer praktische Lösungen präsentierten. Dabei zeigte uns Mario Jandeck, Geschäftsführer der Enginsight GmbH, wie ein Hackerangriff live aussehen kann. Das Erschreckende daran – dieser war optisch nicht sichtbar. Genau deshalb ist es, seiner Meinung nach, wichtig sich mit einer guten Schutzsoftware auszustatten und regelmäßig IT-Hygiene zu betreiben. Anschließend stellte Marco Gräf, Vertriebsleiter IT der Q-SOFT GmbH das neue IT-Sicherheitsgesetz vor, warum dies notwendig ist und wie Unternehmen dieses Gesetz effizient umsetzen können. Dabei wies er darauf hin, sich zu verdeutlichen, wo kritische Stellen im Unternehmen liegen und ein mögliches Szenario mittels eines Notfallplans einmal durchzuspielen. 

Wovor sich viele fürchten, ist dem letzten Vortragenden aus der Runde am eigenen Leib widerfahren. Felix Fürnhammer, IT-Manager der X-FAB GmbH berichtet ganz detailliert über einen Cyberangriff im Jahr 2020 und deren Auswirkungen im Unternehmen. Er nahm uns mit zurück an den Tag, an dem es passiert ist und zeigte genau die Schritte auf, die danach folgten, um Korrekturmaßnahmen einzuleiten und die verlorenen Daten wiederherzustellen. 

Nach einer letzten Pause ging es in die abschließende Diskussionsrunde, in der Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammenkamen, um sich konstruktiv über das Thema Digitalisierung und IT-Sicherheit auszutauschen. Dabei zeigte sich noch einmal deutlich, dass der Bedarf an Aufklärung für Unternehmen da ist und hier mehr Unterstützung gewünscht ist. 

Während des kompletten Tages gab es zusätzlich einen regen Verkehr im Chat-Verlauf, was uns deutlich zeigte, dass hier noch viele Fragen zu diesem Thema offen sind. 
Wir hoffen, dass wir mit unseren Vorträgen und der Diskussionsrunde bereits einige Unklarheiten beseitigen konnten. Wir sind uns aber auch bewusst, dass es hier weiterhin Bedarf gibt und eine zweite Veranstaltung zum Thema IT-Sicherheit auf jeden Fall geplant werden sollte. 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen für das Interesse und die Fragen! Vor allem danken wir unseren Speakern und Vortragenden für deren Informationen und Meinungen. Danke auch an alle, die im Hintergrund die technische Umsetzung realisiert haben und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Wir sehen uns hoffentlich bald wieder zum nächsten Event! 

ITnet Thüringen e.V

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